Das gefährlichste „Medium“ der Welt – „die“ Medien


Bisherige Meinungen zum Thema:

  • Steffi 14. Februar 2009 12:01

    Hallo,
    nach dem ganzen Wirbel um die letzte Ausgabe setzt ihr nun leider mit diesem Artikel den „schlechten Journalismus“ fort. Dieser Artikel ist formal und inhaltlich absolut untragbar.
    Das was ihr verfasst habt ist kein journalistisch gut aufbereiteter Artikel, sondern ein KOMMENTAR (vielleicht sollte es auch eine Glosse werden). Diese Form müsste dann aber auch als solche ausgewiesen werden, was ihr nicht tut. In einen Artikel gehört nämlich eine eigene Meinung nicht hinein. Hierbei sollte sich der Journalist (der ihr ja sein wollt) mit seiner Meinung vollkommen zurücknehmen und andere Experten und Fakten sprechen lassen. Also bitte: schaut einfach mal in ein Buch zur Einführung des Journalismus, damit sowas nicht nochmal passiert.
    Nun zum Inhalt:
    Es fängt schon bei der Überschift an: „die Medien“ – einen ungenaueren Begriff hättet ihr nicht wählen können, oder? Das, was ihr bemängelt sind zunächst einmal „Massenmedien“ (Medien sind einfach alle Informationsträger, auch Bücher etc.). Erst sehr weit unten bezieht ihr euch dann auf Boulevardmedien. Ich weiß, was euer Anliegen ist, aber ihr bereitet es in einer Art und Weise auf, die so nicht geht. Ihr sagt „die subjektive Forderung nach Qualität spielt hier keine Rolle“, macht aber keinerlei Unterscheidung zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Medien. Es gibt durchaus noch Qualitätsmedien, die Tagesschau erreicht nach wie vor Traumqouten und gerade im Printsektor sind sehr viele gute Zeitungen zu finden. Diese Gegendarstellung lasst ihr vollkommen weg, nur um die drohende Verflachung der Medien darzustellen.
    Formulierunsmäßig ist der Artikel absolut vorbei an jeder fachlichen Diskussion: „warum können nicht umgekehrt, bessere Medien ein immer anspruchsvolleres Publikum schaffen“ – Medien schaffen kein Publikum! Und so sind noch einige weitere Begriffsverirrungen zu finden.
    Und stellt euch beim nächsten Mal die Frage was ihr mit so einem Artikel überhaupt wollt, denn das wird nicht klar. Ihr vermischt unzählige Themengebiete, die ihr alle nur anreißt, wie Medien-Publikumsbezug, Realitätsflucht durch Medien, Verbindung von Medien und Werbung etc. Jedes Thema für sichkönnte ganze Bücher füllen.Aber ihr greift sie unqualifiziert (wissenschaftliche Begründungen für Verhalten) auf und wechselt nach ein paar Sätzen zum nächsten Thema.
    An der Universität gibt es zudem zwei große Fachbereiche, die sich sehr gut mit Medien und Kommunikation auskennen – Psychologie und vor allem die Kommunikationswissenschaft. Warum habt ihr dort nicht einfach mal nach einer qualifizierten Aussage gefragt? Als Alternative hätte auch ein Blick in ein Lehrbuch der Fächer genügt. Es gibt massig Forschung auf diesem Gebiet.
    So aber bleiben eure Behauptungen eure persönliche Sichtweise, ohne jegliche Begründungen – das ist kein Journalismus!

  • Karl Nassauer 18. Februar 2009 09:01

    Vielleicht sollte man auch die Lehrbücher an der Uni einfach mal wegschmeissen?! Vor allem wenn sie, wie Steffi das andeutet, womöglich eine Unterscheidung von guten und schlechten Medien evozieren. Ist es wirklich noch so viel, was eine Tagesschau von einer Bildzeitung unterscheidet? Den blödesten Nachrichtensatz bringen sie beide: „Heute wieder ein Selbstmordattentat, es gab über 50 Tote“. Was bitte fange ich mit solch einer Nachricht an, liebe PsychologInnen und Kommunikationswissenschaftler?
    Dieser ständige Ausflucht in die Wissenschaft, als sei sie das Orakel von Delphi, allwissend und wertfrei?. Sie wird, genauso wie Massenmedien, was ist das Gegenstück? Einzelmedien oder der diskriminierende Begriff Qualitätsmedium, sie wird ebenfalls von Menschen betrieben und Menschen sind, so einfach es klingt eben Menschen, keine Objekte.
    Und egal, welche Medien, natürlich schaffen sie sich ein Publikum, wie sonst kannst Du von Quoten sprechen? Die Menschen, welche die Sendungen beispielsweise anschauen, sind eben genauso ein Publikum, wie Du in der Vorlesung oder beim Lesen eines Buches. Ob Du nun Zuschauer, Zuhörer oder Leser bist, sobald Du nicht zufällig dabei landest, bist Du sogar freiwilliger Konsument.


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