Stellungnahme zum Artikel auf der Antifa-Homepage


Bisherige Meinungen zum Thema:

  • Lukas 27. Januar 2009 16:02

    Auch wenn ich mich als weitaus konservativer bzw. wirtschaftspolitisch liberaler einschätze, als den Verfasser der Stellungnahme zum Artikel auf der Antifa-Homepage, habe ich diese sehr genossen. Das bringt alles auf den (fast etwas zu lang geratenen) Punkt, was mir schon lange auf dem Herzen liegt. Die linke Extreme ist so selbstgerecht und in selber dermaßen intolerant, dass es von keiner Skala messbar ist. Nur findet linke Gewalt in der Bevölkerung leider nicht die (negative) Resonanz, wie es die rechte findet.

  • Alice Imwunderland 28. Januar 2009 00:19

    Lieber lutz, du verbreitest hier, bei (fast) allem verständnis meinerseits ein Manifest der „Extremismustheorie“ Diese besteht aus einer legitimen (durch die Verfassung des Staates, egal was drin steht) gesellschaftlichen Mitte aus und „Extremen“, die diese nicht akzeptieren, also zb. die Asylgesetzgebung oder den Nationalstaat als Konstrukt an sich nicht. Lediglich aus dieser „Anti-Definition“ heraus existiert dieser Begriff. Genau wie in der ganzen Debatte geht hier jeder Inhalt flöten! Es geht nur um, wer hat mehr kapiert, du suggerierst genauso, die Wahrheit für dich gepachtet zu haben, etc.
    Ich halte persönliche angriffe auf dich und F. auch für unangebracht, angesichts deiner Stellungnahme komme ich jedoch ernsthaft ins zweifeln. „Rechte“ sind unanfechtbar Menschen, aber hier geht es um die Verbreitung von Ideologie! Und solche Statements spielen denen in die Hände, genauso wie anderen wenig informierten Menschen, die zwar den Extremismusbegriff, nicht aber seinen hintergrund kennen. Nazis publizieren zu lassen ist nicht gleichzusetzen mit Information. „Die Antifa“ macht sämtliche Informationen öffentlich zugänglich, das Aktionsnetzwerk lädt regelmäßig ein, hier kannst du nicht von einer Elite sprechen und ebensowenig von Leuten, die nicht erwachsen werden, aber hallo! Niemand behauptet, man könne Nazis wegschreien, aber im Sumpf der Meinungsfreiheit ein heißes Bad nehmen -sehr gemütlich. Statements basieren, wie ich aus eigener Recherche weiß nicht auf „Extremismus“-Elite-Verständnis, sondern aus der Notwendigkeit, bestehende subtile Übereinstimmungen in der gesellschaft bezüglich faschistischer Ideologie anzuzweifeln.So wie in der wissenschaft auch. Pass doch bitte auf, wem du hier in die Hände schreibst, das meine ich nicht absolut, aber die Reflexion und Differenzierung, die du verlangst, rate ich dir dringend! eine „Meinungspolizei“ gibt es genausowenig wie diverse Weltverschwörungen, es sei denn du sprichst von Anti-Antifa oder Verfassungsschutz.

  • Sascha 28. Januar 2009 11:47

    Die Stellungnahme des Chefredakteurs war wohl das intelligenteste in Sachen Liberalität und Demokratie, was seit Jahren im und um die Studierendenschaft Jena geschrieben wurde. Ich muss da Lutz zustimmen.

    Das dies nicht nur Worte der Antifa sind, hat man an der gestrigen StuRa-Sitzung gesehen. Ich kann von mindestens 3 Personen sagen, dass sie sich seit gestern nicht mehr trauen etwas zu diesem Thema zu sagen, weil sie Angst haben diffamiert zu werden oder gleich einen Stein durchs Fenster zu bekommen. Das Interview kann man kritisch sehen, und mir waren die Fragen auch zu lasch. Aber das Klima und die Argumentation der Antifa… (Kein Witz: „Die Seitenzahl kann man ein wenig drehen und die Augen zusammenkneifen, und schon hat man die SS-Rune“) Das ist Totalitär, ausgrenzend, faschistoid. Einem Journalisten zu wünschen, er möge Kontakt mit einer Phosphorgranate bekommen, das ist ultra-nazi-niveau.

    Freiheit ist immer auch die Freiheit der andersdenkenden. Wer Demokratie verteidigen will, muss auch selber so handeln.

    Oder wie Orwell in 1984: „Freiheit ist die Freiheit zu sagen, das 2+2 gleich 4 ist. Solange das gegeben ist, ergibt sich der Rest von selbst“

    Grüße,

  • Widerspruch im Artikel 28. Januar 2009 17:44

    Einerseits schreibt ihr was von Rede- und Meinungsfreiheit, von frei zugänglichen Informationen und das die Meinungsbildung bei den Lesern im Kopf passiert. Andererseits schreibt ihr, dass der Artikel der Antifa auf der Seite geändert oder entfernt werden soll.

    „Wir gehen nicht davon aus, dass ihr den Mut und die Größe habt, den Artikel zu ändern oder von eurer Webseite zu entfernen. “
    ______________________
    Was hat in eurem (Unique/Antifa) Ping Pong der Überzeugung „Wir haben recht und ihr nicht“ eigentlich der folgende Satz verloren? Warum ein bayerischer Stammtisch, warum nicht irgendein Stammtisch?

    „dass es an jedem bayrischen Stammtisch nach 5 Maß Bier kontroverser, sachlicher, fairer und toleranter zugeht.“
    ____________________________________________
    „Ich renne jedenfalls keinem Heilsprediger hinterher, wenn er die Welt nur schwarz-weiß und nicht in Graustufen sieht.“

    Die Welt ist bunt, Graustufen sind nichts weiter als verdeckte Extreme.

  • pipapo 4. Februar 2009 18:37

    also, dass sie als „chef“redakteur, mit einem gewissen selbstverständnis journalistischer professionalität, eine stellungnahme mit derartigem beginnen; „juvenile Ungestümtheit“, zeugt nicht unbedingt von einer solchen professionalität. ihnen muss doch klar gewesen sein, dass, wenn sie ein deartiges interview führen und abdrucken, sie unmittelbar im kreuzfeuer gegenläufiger meinungsbildner stehen… . warum dann so aufgeregt? bellen da etwa gebissene hunde?
    desweiteren pauschalisieren sie die partiell(!)-intolerante haltung des linken spektrums gegenüber dem „ideologisch anderen ufer“, und projizieren diese haltung auf sich selbst. warum? und der vergleich, bezüglich der rufe nach zensur, der wohl auf beiden seiten, zumindest ihrer meinung nach, der gleiche ist, zeigt, dass sie eine inhaltliche auseinandersetzung mit beiden ufern (bezüglich deren ausgeübter zensur) nicht vollführt haben. zumindest in diesem bereich…wie gesagt.
    hätten sie dies getan, müssten sie auch nicht in polemischer weise das „linke ufer“ als „willfährige Berufsempörer“ titulieren, oder einfach gesagt; pauschalisieren. es muss ihnen doch klar sein, dass die verfasser des artikels der jenaer antifa nicht DAS sprachrohr aller jenaer/thüringer/… linken ist. zugeben muss man, dass auf deren seite das ganze etwas „überspitzt“ (extrem?!?) beschrieben wird, mit verweisen auf die (durchaus diskussionswürdige) homepage des zweiten redakteurs der unique, Fabian Köhler, und den daraus gewonnenen schlüssen.
    des weiteren betonen sie den nicht-willen seitens der jenaer antifa, sich „an einer ernsthaften Debatte über den journalistischen Umgang“ zu beteiligen, und äussern im nächsten absatzdarüber ihr „mitleid“ und verfallen wieder in ihr pauschalisierendes bild DES antischistischen linksextremen, was bei genauerer recherche ihrerseits, auch zum wohle des niveaus ihres statements, sicherlich unterblieben wär. der ganze absatz ist daher als spekulativ zu betrachten und somit fern jeglichen ernstahften journalismus!
    so, im nächsten absatz dann ihre erkenntnis; „Aber mal ganz ehrlich: wir hatten nichts anderes erwartet“. warum dann ihre beleidigende und fähigkeiten-abspechende („juvenile Ungestümtheit“) einleitung ihrer reaktion??? wenn ich ihren maßstab an ihre reaktion anlgen würde… .
    ihr nächster absatz bezieht sich nun auf die aktionsformen antifaschistischer arbeit „seit 60 „jahren, denen sie ihren erfolg absprechen. erstens: die von ihnen aufgeführten formen liessen sich durch genauere recherche leicht um ein vielfaches erweitern, mit dem ergebnis, dass; zweitens: erfolge antifaschistischer arbeit durchaus mehrere gründe zur erwähnung/dokumentation vorweisen.
    stichwort: professioneller journalismus schliesst „halbwissen“ aus! da könnte man auch „bild“ oder die des öfteren angesprochene „junge freiheit“ als nehgativ-beispiel hernaziehen!
    mit ihrem nächsten absatz will ich mich ohne grosse zitate beschäftigen; wieder werfen sie links und rechts in einen topf, geben stichworte wie toleranz, ideologische schützengräben etc pp hinzu und fertig ist ihr bild von dem extremen, wobei ihnen das „ideologische ufer“ scheinbar egal ist… RECHERCHE! JOURNALISMUS ist MEHR als die niederschrift von halbwissen. wenn sie sich mit ihrem interview-artikel schon so weit aus dem fenster lehnen, müssen ihnen, wie bereits geschrieben, doch die konsequenzen/reaktionen klar sein, und sie müssen die jetzige situation sachlich handhaben können, indem sie fachlich argumentieren können OHNE beleidigend zu sein. punkt!

    es muss ihnen doch zu denken geben, dass die eine seite jubelt, und die andere vor entsetzen „laut schreit“!
    und wenn sie dann ehrlich sind, ist beides auch kein wunder.
    ihre intention haben sie daher auch verfehlt, was zwei schlüsse zulässt; entweder sie haben, wie ihnen vorgeworfen wird, schlechten journalismus betrieben, oder ihr journalistischer intellekt ist derartig hoch, dass es beide „ufer“ nicht durchschauen… .

    was sie in ihrem absatz „Dieses fruchtlose Hin und Her…“ dazu bewegt, die antifaschistisch engagierten menschen als „angebliche „antirassisten““ zu betiteln entzieht sich nun völlig dem inhaltlichen zusammenhang. 6. setzen (da geht der lehrer in mir durch, entschuldigen sie bitte, aber; thema verfehlt!)

    weiter im thema: nächster absatz „Für uns als Redaktion gilt …“:
    dass die zensur abgeschafft wurde ist, so glauben sie mir, bei der „lieben atifa“ weit eher angekommen als am anderen ufer (so, jetzt ist es raus, ich oute mich dem geneigten leser als tendenziell links). die frage ist nur, und das hat auch die antifa aufgeworfen, auf welchem niveau und mit welchen rhetorischen mitteln setzt man sich als journalist mit „nazis“ in einer solch gewählten form auseinander? friedmann hats vorgemacht, und jeder nazi, der auch nur ein bischen „objektiv“ veranlagt ist, sollte zumindest den einen oder anderen zweifel entwickeln, ob das,was in diesem speziellen fall friedmanns gegenüber h. mahler so erzählt, schlüssig ist. und wenn sie dann schreiben; „Auf das Friedmann’sche Entlarvungsprinzip fällt doch kein Nazi mehr rein“, hoffe ich doch sehr, dass sie diese äusserung zumindest bedauern, da sie impliziert, mahler hätte recht und friedmann würde versuchen, mit unlauteren mitteln, diese „wahrheiten“ umzukehren, zu lügen.
    ich würde sagen, ihre wortwahl ist hier doch äusserst unglücklich!

    und wenn sie ganz unverfänglich wissen wollten, „was im Kopf eines typischen Jenaer Nazi-Aktivisten vorgeht“, hätten sie wieder ein wenig recherchieren können und dürfen, und wären mindestens im i-net schnell fündig geworden, ja hätten den wortlaut des emil g. fast 1:1 ohne interview abdrucken können. aber wozu das denn? das wäre ihnen doch sicher nicht in den sinn gekommen, oder? daher hätten sie, mit dem vorher erlangten wissen, eines redakteurs würdig, bei fast jeder antwort des emil g. leicht nachhaken und die widersprüche/unwahrheiten/ usw. usf. entlarven können. ich nenne das; eine leichtfertig vergebene chance!
    un das eine schliesst das andere ja nicht aus, sowohl den nazi „labern“ lassen und dann aufdecken, um dem „durchschnitssstudenten“ gerecht zu werden, wie sie es nennen!

    so, weiter im text:
    „Wir sind der Meinung, dass wir uns solche Interviews erlauben können, auch weil unsere studentischen Leser intelligent und mündig genug sind, sich selbst Gedanken zu machen über das, was sie da lesen“. in der form, in der das i-view grführt und abgedruckt wurde, können sie sich eben das NICHT erlauben, da sie, und entschuldigen sie, hier NICHT intelligent und mündig agiert haben. punkt.

    des weiteren wundere ich mich, dass sie, „schon in mehr linken Sitzblockaden gesessen“ haben, wo sie diese aktionsformen doch als ergebnis- und sinnlos, zu beginn ihres statements, erklären. fragen über fragen! und ihre nächste bemerkung: „pubertierender Antifa-Pickeldrücker“ stellt sie kurz vor den abgrund, der in die selbstdisqualifikation führt, ehrlich. entweder diskutiert MENSCh solch ein thema sachlich, wie sie es einfordern, oder begibt sich, sogar ihrer meinung nach, auf das eine oder andere ufer!

    zum thema antisemitismus nur soviel, wenn sie der antifa eindimensionalität vorwerfen, werfe ich ihrem kollegen und mitredakteur fabian, gleiches vor. und dies zurecht, nach mehrstündigem durchforsten seiner internet-seite zum them a palästina vs. israel. nur soviel, wer schuld so einseitig vergibt, wie auf dieser seite geschehen, hat einiges nicht verstanden… . weiteres würde bei weitem diesen rahmen sprengen. punkt.

    und es ist fast schon müssig, ihr, ich nenn es mal „outro“ oder epilog oder sonstwie zu kommentieren. wiederrum nur soviel, gerade eben hatte ich den artikel der antifa vor meinem geistigen auge, (jetzt werd ich mal unsachlich, hoho!), und focussierte das wort „profilneurotisch“. eine gewisse arroganz spricht doch sehr aus ihren letzten worten, und das ist genau jene, die sie der antifa vorwerfen! stichwort: glashaus!

    so das wars, (ersteinmal)
    mfg
    pipapo


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